Während viele den Feiertag gemütlich zu Hause verbrachten, hieß es für die Aktiven unserer Schnelleinsatzgruppe (SEG): Ab auf das Eis! Am Dreikönigstag nutzte die Ortsgruppe die winterlichen Temperaturen, um die Rettung aus dem Eis unter realitätsnahen Bedingungen im örtlichen Freibad zu trainieren.
Vorbereitungen auf 9 Zentimetern Eis
Trotz der Kälte der letzten Tage war die Eisdecke im Freibad mit ca. 9 cm zwar tragfähig genug für die Übung, aber dennoch tückisch – genau das richtige Szenario für ein effektives Training.
Um optimale Bedingungen zu schaffen, wurde zunächst ein ca. 1x1 Meter großes Loch in die Eisfläche geschnitten. Zudem räumten die Einsatzkräfte eine ca. 30 Meter lange Bahn vom Schnee frei, um den schnellen Anmarsch mit dem Rettungsgerät zu simulieren.
Technik und Teamwork
Im Fokus der Übung stand der Einsatz des aufblasbaren Eisrettungsschlittens. Dieses spezielle Gerät verteilt das Gewicht des Retters optimal auf der Eisfläche und ermöglicht eine schnelle Annäherung an die Einbruchstelle.
Trainiert wurde nicht nur der Hinweg zum Verunfallten, sondern vor allem die Rückholphase:
- Sicheres Aufnehmen der Person auf den Schlitten.
- Die koordinierte Technik des Zurückziehens durch die Einsatzkräfte an Land.
- Das Zusammenspiel zwischen Retter auf dem Eis und der Sicherungsmannschaft.
Wichtige Sicherheitshinweise für den Ernstfall
Auch wenn das Eis verlockend aussieht: Ein Einbruch in eiskaltes Wasser ist lebensgefährlich. Sollten Sie Zeuge eines Unfalls werden oder selbst in Not geraten, beachten Sie bitte folgende lebenswichtige Regeln:
Wenn Sie selbst einbrechen:
- Ruhe bewahren: Auch wenn es schwerfällt.
- Nicht unter das Eis geraten: Das ist die größte Gefahr!
- Arme ausbreiten: Beim Einbrechen sofort die Arme weit ausstrecken, um ein Untertauchen zu verhindern und sich am Rand der Bruchstelle abzustützen.
Wenn Sie helfen wollen (Hinweise für Retter):
- Eigenschutz geht vor: Betreten Sie das Eis niemals ungesichert, wenn Sie sich nicht absolut sicher sind.
- Notruf zuerst: Wählen Sie sofort die 112.
- Kein direkter Körperkontakt: Reichen Sie dem Verunglückten nie die Hand – die Gefahr, selbst ins Wasser gezogen zu werden, ist zu groß. Nutzen Sie Hilfsmittel wie einen Schal, einen Stock, eine Leiter oder einen Schlitten.
- Absicherung: Lassen Sie sich nach Möglichkeit von einer weiteren Person mit einem Seil oder durch Festhalten sichern.

Ihre Wasserwacht ist 365 Tage im Jahr einsatzbereit – damit Sie sicher durch den Winter kommen.