Bootsführer bei einer ÜbungDie Wasserwacht Ortsgruppe Pfaffenhofen blickt auf eine ereignisreiche und besondere Saison zurück. „Auch in diesem Jahr haben wir viel geübt, natürlich immer mit Blick auf die geltenden Corona-Maßnahmen. Wir haben das Beste aus der Situation gemacht und sind einsatzbereit. Als Team arbeiten wir gut zusammen!“, resümierte die Einsatzkraft Ann-Kathrin Schmeller nach einer Übung. Anders als in den letzten Jahren führten die Wasserwachtler statt einzelnen großen Übungen viele kleinere Übungen durch. Besonders die Tauchergruppe und die Bootsführer durften an mehreren Terminen ihre Kenntnisse in den umliegenden Seen, Weihern und in der Donau auffrischen und vertiefen. Gerade das richtige Verhalten in Fließgewässern ist wichtig: Die Wasserretter der Ortsgruppe bewiesen am vergangenen Sonntag ihre schwimmerischen Fähigkeiten und durchquerten die Donau bei Wackerstein von einem Ufer zum anderen. „Denn der Spaß am Sport ist wichtig, aber die Erfahrung mit Fließgewässern rettet im Bedarfsfall Leben!“, erklärt Thomas Roth, Leiter der Einsatzgruppe.Durchschwimmen der Donau

Aber das Jahr ist noch lange nicht beendet, auch wenn sich die Badesaison langsam dem Ende zuneigt. Die Wasserwacht Ortsgruppe Pfaffenhofen plant – immer mit Blick auf die Corona-Maßnahmen – weiterhin zu trainieren und die begonnenen Ausbildungen abzuschließen, um den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis auch im Ernstfall tatkräftig zur Seite zu stehen.Tauchertraining

Elternteil mit Kind im Erlebnisbecken des Freibades

Nach zehn Unterrichtseinheiten ist unser diesjähriger Anfängerschwimmkurs zu Ende gegangen. Auf Grund der Corona-Pandemie veränderten wir den Ablauf des Kurses. Jeweils ein Elternteil übte mit dem eigenen Kind das Schwimmen. Unser Schimmtrainer gab vom Beckenrand aus Hinweise zu den Übungen. Auch vom Wasser aus unterstützten Mitglieder der Ortsgruppe den Schwimmkurs. Sie schauten, ob die Schwimmbewegungen korrekt durchgeführt wurden und gaben Tipps zur Verbesserung.

Die Wasserwacht Ortsgruppe Pfaffenhofen führt seit der Corona bedingten Schließung des Hallenbades regelmäßig am Dienstag und Samstag von 18:00 – 19:00 Uhr ein Online Training für ihre Jugend durch. Das abwechslungsreiche Programm, dass Theorie, BKA und Kreativangebote umfasst, wird von der Jugendleitung und den Gruppenleitern durchgeführt. Auf der Homepage (www.wasserwacht-pfaffenhofen.de) lassen sich alle aktuellen Informationen rund ums Training nachlesen.

In der Theorie wird den Kindern und Jugendlichen Wissen aus den Bereichen Schwimmen, Rettungsschwimmen und Erste Hilfe vermittelt. Beim Sport liegt der Fokus auf Bewegung, Koordination und Ausdauer, daher der Name BKA. Die Kreativangebote mit dem Schwerpunkt Basteln und Gestalten stellen eine Abwechslung zur Theorie und zum Sport dar.

Anlässlich des Muttertages haben die Kinder und Jugendlichen der Ortsgruppe für ihre Mamas kreativ gebastelt. So wurden am Dienstag den 04. Mai tolle Kunstwerke aus Salzteig geschaffen, die am darauffolgenden Samstag mit Wasserfarben, Filzstiften und viel Liebe angemalt worden sind. Während des Trainings wurden über die Webcam unter anderem Anhänger in verschiedensten Formen oder eine Sushi Rolle stolz präsentiert. Der Kreativität waren hierbei keine Grenzen gesetzt!

Ellen mit ihrem KerzenhalterHeidis Muttertagsherz
Ellens Kerzenhalter (links) sowie Heidis (rechts) Herz sind tolle Werke zum Muttertag.

PAF WW 204 & WW 202Am 04.02.2021 begrüßte die Wasserwacht OG Pfaffenhofen ein neues Mitglied im Verein und auch in der Schnell-Einsatz-Gruppe SEG. Mit über 3 Tonnen kein Leichtgewicht, löst das neue Einsatzauto, ein Mercedes Sprinter, das alte „Baby“ nach beinahe 20 Jahren im Dienst ab.

Wie sein Vorgänger, ist auch das neue Modell als einziges Auto im ganzen Landkreis mit einem Hochdach ausgestattet, was aufrechtes Stehen im Fahrzeug ermöglicht und so die körperliche Gesundheit der Mannschaft schont. Ein höhergelegtes Fahrwerk mit schaltbarer Geländeuntersetzung und Allradantrieb erleichtern den Einsatz und das Fahren in unwegsamem Gelände. Nahezu einzigartig in ganz Bayern für ein Wasserwachtsfahrzeug dürfte außerdem die Seilwinde mit einer Zugkraft von 4310kg sein, mit welcher beispielsweise Fahrzeuge geborgen werden können.
Des Weiteren steht ein starker Arbeitsscheinwerfer an der Rückseite und je eine Umfeldbeleuchtung an den Seiten für Arbeiten bei Nacht zur Verfügung. Im Innenraum sind grüne LEDs verbaut, die den Fahrer auch während einer Nachtfahrt nicht blenden, der Mannschaft im Fahrzeug aber eine gute Sicht ermöglicht, um sich auf den Einsatz vorzubereiten. Auch mithilfe der eingebauten Tauchgerätehalterungen mit Schnellverschluss können im Ernstfall wertvolle Minuten gespart werden, da die Tauchgeräte so bereits vormontiert verstaut werden können. Klimaanlage, Standheizung und Markise runden das Paket noch ab.
Der einsatzgerechte Spezialausbau erfolgte durch die Firma Binz in Ilmenau, sodass die Jungfernfahrt gleich auf dem 300km langen Rückweg nach Pfaffenhofen stattfinden konnte. Fahren darf das Einsatzauto wegen einer Auflastung auf bis zu 4,1 Tonnen aber nur, wer eine Fahrerlaubnis entweder der Klasse 3 oder C besitzt, weshalb sechs Mitglieder der SEG im Rahmen eines mehrstündigen Lehrgangs den sogenannten „Helferführerschein“ erwerben dürfen.

Auch wenn seine aktive Dienstzeit nun beendet ist, bleibt das alte Fahrzeug weiterhin Mitglied im Verein und steht der Wasserwacht in Zukunft als Mannschaftstransportwagen und für Ausbildungszwecke zur Verfügung.

Die Wasserwacht Ortsgruppe Pfaffenhofen hat am 7.Februar ihre Wahlen unter Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes abgehalten.

Die neue Vorstandschaft
Von Links nach rechts: Gerlinde Frank (Kassier), Hans Postel (erster Vorsitzende), Alexander Postel (Jugendleitung), Thomas Schwarzmeier (zweiter Vorsitzende), Michael Plass (Technischer Leiter)

Hacken eines Zugangs zum WasserDie Einsatztaucher der Wasserwacht Ortsgruppen Pfaffenhofen haben sich am vergangenen Samstag zu einer besonderen Tauchübung getroffen. Mit den Leinenführern machten sie sich auf den Weg an einen See in der Nähe von Geisenfeld.

Taucher an der Eisgrenze„Jeder See im Landkreis gehört zum Einsatzgebiet der Wasserwachten. Insofern ist es wichtig, die Seen vor Ort zu erkunden und so schon im Vorfeld Kenntnisse über Unterwassergegebenheiten zu erwerben.“, erklärt Jürgen Lang, Einsatztaucher aus Pfaffenhofen. Das Tauchen unter Eis ist schon eine besondere Herausforderung. Denn ein Auftauchen ist wegen der Eisschicht nicht jederzeit möglich. „In unserem Fall waren die Einstiegsstelle und ein Großteil des Sees zugefroren“, meint Jürgen Lang. „Nur die Sprechleine führt über ein Loch im Eis zum Taucher. Diese war die einzige Möglichkeit, den Einstieg wieder zu finden.“ Dabei tauchen sie in Vollmaske und kommunizieren über die Sprechleine mit ihren Leinenführern am Ufer.

Taucher sind unter dem EisDie Tauchübung konnte entsprechend der aktuell geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (§4 Abs. 2). durchgeführt werden. Selbstverständlich achteten die Einsatzkräfte während der gesamten Übung auf das Tragen einer Schutzmaske und auf ausreichend Abstand im Sinne des Infektionsschutzes. Gerade in der kalten Jahreszeit sind die Übungen dringend notwendig. Denn die Einsatztaucher gelten als systemrelevant und müssen ihre Fähigkeiten ständig üben, um im Notfall auch ins Eis eingebrochene Spaziergänger retten zu können.

Unser neues EinsatzfahrzeugDazu verkündet der erste Vorsitzende Hans Postel im Namen der gesamten Vorstandschaft, dass sich der Wasserrettungsdienst Pfaffenhofen über ein weiteres Einsatzfahrzeug freuen darf. „Nach 19 Jahren haben wir ein neues Fahrzeug erhalten, das optimal für die Bedürfnisse der Einsatztaucher und Wasser- bzw. Fließwasserretter ausgerüstet ist.“ Trotzdem hoffen die Einsatzkräfte angesichts des aktuellen Tauwetters, dass es bei einer Übung der Einsatztaucher bleibt und niemand mehr die instabilen Eisflächen betritt.

Aus der Pressemitteilung der Wasserwacht Bayern:

Vorsicht beim Betreten von Eisflächen!

Ins Eis eingebrochenDie kalten Temperaturen der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass sich auf vielen Seen in Bayern eine Eisschicht gebildet hat. Vielerorts sind Eisflächen nicht tragfähig, wodurch beim Betreten unmittelbare Lebensgefahr besteht. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein ins Eis eingebrochener Mensch innerhalb kürzester Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken. Die Wasserwacht-Bayern warnt daher eindringlich vor dem Betreten von nicht tragfähigen und freigegebenen Eisflächen!

Die Wasserwacht-Bayern rät dringend folgende Regeln für den Ernstfall zu beachten:

Was tun, wenn man selbst im Eis einbricht?

  • Laut um Hilfe rufen.
  • Ist man allein unterwegs und eingebrochen, sollte man sich nicht mehr als nötig bewegen, um so wenig Körperwärme wie möglich zu verlieren. Das Wasser ist an der Nullgradgrenze. Daher kann Bewusstlosigkeit schon nach wenigen Minuten eintreten. Danach hat man keine Kontrolle mehr und ertrinkt.
  • In jedem Fall vermeiden, dass man unter das Eis gerät.
  • Bei einer dünnen Eisdecke das Eis so weit abbrechen, bis es trägt, sich dann in Bauch- oder Rückenlage flach auf das Eis hochziehen und auf dem Bauch zum Ufer kriechen. Durch die Verteilung des Körpergewichts auf eine größere Fläche vermeidet man ein weiteres Einbrechen.
  • Mit sogenannten Eispickeln, die man auf dem Eis immer in der Tasche haben sollte, kann man sich im Eis besser festhalten und vermeidet blutig aufgeschürfte Hände von den Eiskanten.

Was tun, wenn man jemand anderen retten will?

  • Die Person beruhigen, deutlich machen, dass man Hilfe holt.
  • Sofort Hilfe rufen, am besten über Handy. Notruf Nummer 112 und 110. Stichworte sind: Was ist passiert und wo ist der Unfallort? Je genauer die Angaben, desto schneller kommt Hilfe. Wie lange ist die Person schon im Eiswasser?
  • Dem Eingebrochenen niemals aufrechtstehend, sondern auf dem Eis liegend helfen, da die Gefahr besteht, selbst einzubrechen.
  • Dem Eingebrochenen niemals die Hand reichen, da man selbst ins Wasser rutschen könnte. Dem Verunglückten nur mit einem festen Gegenstand helfen, den man auch loslassen kann, zum Beispiel Äste, ein Kleidungsstück, das kann auch ein Schal sein oder ein Abschleppseil.
  • Den Verunglückten am Ufer ruhig lagern und zudecken. Wenn er bewusstlos ist, die Atmung kontrollieren.
  • Die nasse Kleidung des Eingebrochenen erst zusammen mit den Mitarbeitern vom Rettungsdienst abnehmen.

Eisflächen auf natürlichen Gewässern sollten besser gemieden werden. Wer dennoch Wintersport auf dem Eis treiben möchte, sollte grundsätzlich nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis gehen sowie auf die Warnungen der örtlichen Behörden, der lokalen Medien und Hinweis- und Verbotsschilder vor Ort achten.

Die vollständige Pressemitteilung ist hier verlinkt.

Am heutigen Tag hat es sich der Nikolaus nicht nehmen lassen Euch einen Gruß zu schicken. Schaut doch gerne rein!

Klickt das Bild an für ein Video vom Nikolaus!

Hier der Link zur Infoveranstaltung für kommenden Dienstag, den 08.12.2020 (Beginn 18:00 Uhr).

Über Euer zahlreiches Erscheinen an den Monitoren würden wir uns freuen.

Die Jugendleitung sowie die gesamte Vorstandschaft wünschen Euch einen schönen Nikolaustag.

Bleibt Gesund und bis Dienstag!

 

Andreas Oberhauser
Alexander Postel

Drei SEG Mitglieder mit ihren ZertifikatenVor kurzem absolvierten Katharina Bollner, Cara Steinert und Hans Postel die PSNV Grundausbildung.

Die PSNV (Psycho-Soziale Notfall Versorgung) Ausbildung soll die Teilnehmer befähigen, bis zum Eintreffen des Fachpersonals (Kriseninterventionsteam) qualifizierte psychologische Hilfe zu leisten. Darüber hinaus lernen sie eigene, durch einen Einsatz bedingte, psychische Belastungen wahrzunehmen, um ggf. für sich selbst Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

Fast alle Mitglieder unserer Schnelleinsatzgruppe haben inzwischen diese Grundausbildung absolviert.

Thomas Schwarzmeier mit seinem ZertifikatAndrea Roth mit ihrem ZertifikatSeit kurzem können sich die Wasserwachten des Landkreises Pfaffenhofen über zwei Einsatzkräfte freuen, die sich in der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) ausbilden ließen. Die Mitarbeiter der PSNV-E werden bei emotional belastenden Einsätzen hinzugerufen und stehen auch zu einem späteren Zeitpunkt für Gespräche zur Verfügung.

Andrea Roth und Thomas Schwarzmeier von der Ortsgruppe Pfaffenhofen besuchten gemeinsam den Grundlehrgang PSNV-E, den Thomas Schwarzmeier bereits mit dem dazu gehörigen Fachlehrgang abschließen konnte. „Als Notfallsanitäter und Ausbildungsleiter im Rettungsdienstbereich Pfaffenhofen bin ich gleichermaßen im Haupt- und Ehrenamt tätig. Hinsichtlich meiner Berufserfahrung kann ich sagen, dass auch ein Routinier im Rettungsdienst in Situationen geraten kann, die ihn bzw. sie emotional belasten“, meint Thomas Schwarzmeier und fügt hinzu: „In dieser Situation ist es gut, einen PSNV-E Mitarbeiter greifbar zu haben und das Gespräch zu suchen. Dasselbe gilt auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich beispielsweise in den Wasserwachten und Bereitschaften engagieren.“ Dass das Gespräch der Aufarbeitung von Erlebtem dient, wissen Andrea Roth und Thomas Schwarzmeier sehr genau. Daher begrüßen sie es, dass das Angebot der Einsatznachsorge zunehmend erweitert wird.